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»Und ist es wirklich wahr, Sihdi (Herr), dass du ein Giaur bleiben willst, ein Ungläubiger, welcher verächtlicher ist als ein Hund, widerlicher als eine Ratte, die nur Verfaultes frisst?« »Ja.« »Effendi, ich hasse die Ungläubigen und gönne es ihnen, dass sie nach ihrem Tode in die Dschehenna kommen, wo der Teufel wohnt; aber dich möchte ich retten vor dem ewigen Verderben, welches dich ereilen wird, wenn du dich nicht zum Ikrar bil Lisan, zum heiligen Zeugnisse, bekennst. Du bist so gut, so ganz anders als andere Sihdis, denen ich gedient habe, und darum werde ich dich bekehren, du magst wollen oder nicht.« So sprach Halef, mein Diener und Wegweiser, mit dem ich in den Schluchten und Klüften des Dschebel Aures herumgekrochen und dann nach dem Dra el Haua heruntergestiegen war, um über den Dschebel Tarfaui nach Seddada, Kris und Dgasche zu kommen, von welchen Orten aus ein Weg über den berüchtigten Schott Dscherid nach Fetnassa und Kbilli führt.

Halef war ein eigentümliches Kerlchen. Er war so klein, dass er mir kaum bis unter die Arme reichte, und dabei so hager und dünn, dass man hätte behaupten mögen, er habe ein volles Jahrzehnt zwischen den Löschpapierblättern eines Herbariums in fortwährender Pressung gelegen. Dabei verschwand sein Gesichtchen vollständig unter einem Turban, der drei volle Fuss im Durchmesser hatte, und sein einst weiss gewesener Burnus, welcher jetzt in allen möglichen Fett- und Schmutznuancen schimmerte, war jedenfalls für einen weit grösseren Mann gefertigt worden, so dass er ihn, sobald er vom Pferde gestiegen war und nun gehen wollte, empornehmen musste wie das Reitkleid einer Dame. Aber trotz dieser äusseren Unansehnlichkeit musste man allen Respekt vor ihm haben. Er besass einen ungemeinen Scharfsinn, viel Mut und Gewandtheit und eine Ausdauer, welche ihn die grössten Beschwerden überwinden liess. Und da er auch ausserdem alle Dialekte sprach, welche zwischen dem Wohnsitze der Uëlad Bu Seba und den Nilmündungen erklingen, so kann man sich denken, dass er meine vollste Zufriedenheit besass, so dass ich ihn mehr als Freund denn als Diener behandelte.

FAQ

Is Durch Wüste und Harem free to read online?

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What reading level is Durch Wüste und Harem?

Durch Wüste und Harem sits around CEFR B1. Because every word has a one-tap translation, it also works a level below B1 for learners of German.

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