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»Juch! Juch!« Hell jauchzend sprang er vom Waldrande herab auf den Weg. Ein junger Mann -- schwang seinen hochbefederten Hut: »Juch! Juch!« »Das ist ja Försters Fridolin!« lachten die Leute, die in bewegten Gruppen daher kamen. »Friedl, gehst du auch zu der Leich?« »Wohin denn sonst?« lachte er, »freilich geh ich auch zu der Leich! Juchhe!« Viele jauchzten mit.

Es waren zumeist junge Mannsleute in halb feiertägiger Bauerntracht. Jeder auf dem grünen Hut stramm befedert. Weisse flaumige Stossfedern, schwarze sichelkrumme Birkhahnfedern, fächerförmig oder pinselartig gefasster Gemsbart, und lauter solche Zeichen, dass sie aufgelegt sind heute zu jeglicher Unternehmung, sei es zum Raufen oder zum Schuldenmachen oder zum Weiberleutfoppen! Man konnte ihnen schon etwas zutrauen, diesen derben, urfrischen »Alpenjodeln«. Das Liebste, was sie taten, war freilich Singen und Jauchzen; und so jauchzten sie auch in allen Glockentönen. Ein anderes Geläute gab es nicht bei diesem Begräbnisse.

Von den Einzelhöfen kamen sie herbei. Aber dort am Eschbaum, wo der Weg sich zweigt -- der eine ins Kirchdorf Ruppersbach, der andere zu den Häusern von Eustachen -- bogen sie gegen Eustachen ein.

Hinterher waren auch ein paar alte Bäuerinnen gekommen, schwarz und schlapp gewandet, in Filzhüten mit breiten Krempen. Fäuste machten sie, als sie das Treiben der Burschen sahen, und um die Fäuste hatten sie Betschnüre gewunden.

An der Wegscheide rief dieser Matronen eine mit scharfem Zünglein den jungen Leuten zu: »Ihr vergeht euch ja! Die Kirchen, die steht nit in Eustachen, die steht in Ruppersbach.« »Aber in Eustachen steht das Wirtshaus!« rief einer der Burschen lustig herüber.

»Lasst euch lieber Staub und Aschen auf die Schädel streichen!« rief die Alte. »Oder wollt ihr am heiligen Aschermittwoch auch noch Faschingtag halten? Gleichschauen tät’s euch, ihr Fleischkrapfenjodeln, ihr fürwitzigen. Aber denkt nur darauf: Werdet auch einmal sterben müssen!« »Ja, nachher haben wir Aschermittwoch genug,« gab der Bursche zurück.

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